1909 wurde das heutige Textilhaus Stellhorn gegründet. Mit geliehenen 5.000 Goldmark zog Firmengründer Hermann Stellhorn ein Colonialwarengeschäft hoch. Im Laufe der Jahrzehnte wandelte sich dann das Haus in ein attraktives Modegeschäft. Aus der guten alten Zeit ist noch einiges erhalten geblieben. So zum Beispiel die Geschäftsbeziehung zur Firma Schiesser (seit 1909) und alte Geschäftsbücher. Fritz Dolle, Textilkaufmann und Enkel des Gründers, der das Geschäft heute zusammen mit seiner Frau Christa betreibt, besitzt beispielsweise noch das Anschreibebuch aus der Gründerzeit. „Nichts Ehrenrühriges“, kommentiert er dazu, „bezahlt wurde jeweils im Herbst nach der Ernte.“ Die schönste Erfahrung für Christa und Fritz Dolle in all den Jahren: „Am Ort zu sein, als eines der letzten Fachgeschäfte, der persönliche Umgang mit unseren Mitarbeiter und den Kunden – meistens Stammkunden.“
1913 gegründet
Modehaus
Aumiller in Arnstorf
Das
Modehaus wurde im Jahr 1913 von Meinrad Aumiller gegründet. Sage
und schreibe 40 Jahre Verkaufserfahrung bringt die Mitarbeiterin Hildegard
Bammersperger mit. Nach Umzügen und Erweiterungsübernahmen wird heute auf 900
qm Damen- und Herrenbekleidung verkauft. Als schönste Erfahrung nennt das
Unternehmen: „Treue Stammkunden,
langjährige, kompetente Mitarbeiterinnen, schöne Firmenjubiläen mit Einbindung
der Kunden und gute Zusammenarbeit mit den Lieferanten.“ Für die Zukunft
ist noch mehr Individualität geplant: „Wir
wollen noch stärker für unsere Kunden da sein.“
1920 gegründet
Bekleidungshaus Wibbel in Leonberg
Inhaberin Monika Schmidt berichtet uns über die Ursprünge: „ Das Bekleidungshaus W. Schmidt ist seit 1920 die richtige Bezeichnung unserer Firma. Seit der Übernahme 1985 werben wir mit ‘Wibbel‘ und sind unter diesem Namen im ganzen Kreis bekannt. ‘Wibbel‘ entstand aus dem Theaterstück zum Schneider Wibbel mit Heinz Rühmann. Da Herr Wolfgang Schmidt in dieser Zeit das Schneiderhandwerk erlernte, erhielt er diesen Spitznamen, den wir dann zum Firmennamen ernannten. Marc und Wolfgang Schmidt werden nur mit ‘Wibbel‘ angeredet. Wir können mit Stolz sagen, daß drei Generationen noch aktiv tätig sind. Unser Senior Walter Schmidt (Schneidermeister) ist mit seinen 86 Jahren noch jeden Tag in der Schneiderei tätig.“ Die Zukunftspläne schildern uns die Inhaber: „2008 wollen wir unsere Geschäftsräume vergrößern.“ Das 1920 gegründete Unternehmen hat gemäß den Spielregeln unserer Aktion vier Perlen erhalten.
1920 gegründet
Intersport Frank in Hof
Wer sich über Jahrzehnte am Markt behaupten kann, muß solide arbeiten und auf neue Strömungen und Trends reagieren. Wie Intersport Frank/Hof. Heinrich Frank gründete 1920 SKI FRANK. Damals wurden die Bretter noch bei Wagnern als Einzelanfertigung in Auftrag gegeben. „Für Sportsfreunde empfohlen: Schi aus besten Hölzern mit Huitfeld-Bindung. Preise 280 -300 Mark “, inserierte Frank 1921. Das Geschäft wuchs vom Ski-Spezialisten zum Vollsortimenter. Heute steht die dritte Generation mit Eva-Maria und Hans-Georg Frank in den Startlöchern, das Traditionshaus mit 800 qm Verkaufsfläche in der Hofer Fußgängerzone fortzuführen. Mit selbstbedienungsfähiger Produktpräsentation Fixkosten reduzieren, mit qualifizierten Mitarbeitern den ratsuchenden Kunden zufriedenstellen, lautet sein Credo. – Herzlichen Glückwunsch an den Ski-Pionier!
1926 gegründet
Intersport Wohlleben in Dörfles-Esbach
Ein traditionsreiches Sportfachgeschäft ist Intersport Wohlleben/Dörfles-Esbach. „Das Geschäft wurde 1926 von unserem Opa als Schuhmacher-Geschäftchen gegründet. Nachdem er aus dem Krieg nicht zurück kam, führte meine Oma die Geschäfte weiter und übergab sie 1964 an meinen Vater. Durch den überraschenden Tod unseres Vaters übernahmen mein Bruder und ich 1992 das Geschäft. 1993 traten wir der INTERSPORT bei und entschlossen uns, einen der ersten Profimärkte auf der ‘Grünen Wiese’ in Dörfles zu eröffnen. Im August 1999 haben zwei Feuerwehrleute das Geschäft bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Das war dramatisch. Mit rund 25 Mitarbeitern im mittlerweile auf 2.000 qm gewachsenen Profimarkt und unserem 700 qm-Geschäft in Lichtenfels sind wir auch für die Zukunft optimistisch“. Frau Altenfelder, geb. Wohlleben, antwortet auf unsere Frage nach ihrer Erfolgs-Strategie: „Zufriedene Kunden. In diesen zwei Wörtern steckt die ganze Wahrheit, aber auch die ganze Arbeit. Die Mitarbeiter sind die tragende Säule des Unternehmens.“